Meine neue Homepage

Hallo zusammen,

herzlich willkommen auf meiner neuen Homepage. Ich versuche mich jetzt an WordPress und möchte Euch zukünftig über Neuigkeiten informieren.

Die alte Website janvanveen.de existiert so erst einmal nicht mehr, dafür werde ich die Inhalte nach und nach hier hinein transportieren.

Grüße

Roland

Kommentar zur aktuellen politischen Lage

Armes Deutschland – Vertrauen zur Politik ist weg

 Deutschland hat am 24.09.2017 gewählt. Die Bevölkerung hat gewählt, damit die Parteien Verantwortung übernehmen. Das ging schief. Mir stellt sich nun die Frage: „Was haben die Parteien gemacht, um das Vertrauen der Bürger zu gewinnen“?

Die Linke hat 9,2 % der Stimmen erhalten. Aber was macht die Partei mit diesem Ergebnis? Es sind einige Ansätze erkennbar, aber solange noch Mitarbeiter der ehemaligen Stasi agieren, hat die Partei keine Chance!

Die Grünen haben sich sehr offen und kompromissbereit gezeigt, jedoch kam dann doch alles ganz anders.

Auch die FDP hat es nun wieder in den Bundestag geschafft. Viele haben sich Hoffnungen gemacht. Allerdings benötigt Herr Linder noch ein wenig Nachhilfe im Fach „Regieren“. Sein Abgang war peinlich!

Die AFD kam durch sehr viele Protestwähler in den Bundestag. Ob sie es allein geschafft hätten – ich glaube nein. Die Ideen die sie teilweise haben wären noch zu überarbeiten. Eine Säuberung wäre sehr hilfreich. Aber nicht mal das schaffen sie.

Die SPD ist am Ende. Wenn Herr Schulz geglaubt hat, er könnte Kanzler werden – dann hat er sich ordentlich verrechnet. Er wäre besser in Brüssel geblieben. Dort hat er gute Politik gemacht. Die Aussage: „wir gehen in die Opposition“ am Wahlabend und nach dem Ende der Jamaikaverhandlungen, war nicht gut durchdacht. Für Deutschland ist er als Politiker nicht geeignet.

Die CDU hat auch sehr viele Federn gelassen. Frau Merkel ist am Zenit. Sie weiß nicht was sie falsch gemacht hat, wahrscheinlich weiß sie aber auch nicht was sie richtig gemacht hat.

Fazit: von den 6 genannten Parteien bleiben nur vier übrig.

Jamaika war hoffnungsvoll. Die Verhandlungen liefen so, dass man Hoffnung bekam. Aber vielleicht wurde zu viel auf dem Balkon gestanden. Es drang zu viel nach draußen. Das war nicht gut. Der abrupte Ausstieg der FDP war feige und undemokratisch. Die Wähler geben den Parteien ihre Stimme, dass diese Verantwortung übernehmen. Damit war die FDP offenbar nach langer Abstinenz überfordert. Schade – für Deutschland wäre es eine neue Herausforderung gewesen.

Was nun? Jetzt greift der Bundespräsident ein und hat allen wohl den Kopf gewaschen. Ergebnis: die SPD gibt ein Signal für Verhandlungen. Die neue GroKo kam bei der SPD nicht sehr gut an. Mit viel Mühe bekamen sie grünes Licht. Der Juso-Vorsitzende startete innerhalb der Partei eine eigne Kampagne gegen die GroKo. Solch ein Verhalten schädigt der Partei als Ganzes. Aber was ist mit der Partei los? Die Parteivorsitzenden wechseln zu oft. Ein immer wiederkehrender Prozess tut nicht gut. Sie handelt willkürlich. Nur ein Beispiel: Als die SPD in der Opposition war, lehnten sie sich gegen das Fremdrentengesetz auf. Das war sehr gut, aber es passierte nichts. Als sie an der Regierung waren, kam auch nichts.

300 000 ehemalige DDR-Bürger, die vor der Wende in die Bundesrepublik kamen und von der Bundesrepublik andere Auskünfte über ihre Rente bekamen, waren bei Antragstellung der Rente sprachlos. Sie wurden zurückgestuft, obwohl sie Bundes-Bürger nach dem Grundgesetz waren und keine DDR-Bürger.

Herr Steinmeier hat mit seiner Petition vielen Hoffnungen gemacht. Jetzt ist er Bundespräsident. Ist er glaubwürdig? Für mich nicht. Herr Schulz machte viele Aussagen, keine hat er gehalten. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit.

Herr Gabriel wurde abgesägt. Er war einer der längsten Vorsitzenden und hat seinen Job gut gemacht. Nicht mal in der Partei ist Harmonie. Frau Nahles soll es richten – aber wie? Ihr resolutes Auftreten ist ebenso fragwürdig.

Die SPD tut gut daran sich neu aufzustellen. Allerdings sollte sie sich Gedanken über ihr Personal machen.

Herr Kevin Kühnert kann ein guter Politiker werden. Aber auch er muss noch einiges lernen. Insbesondere Disziplin! Warum hat er solch eine Kampagne gestartet?

Wenn jetzt die 460.000 Mitglieder den Koalitionsvertrag ablehnen, dann gute Nacht Deutschland. Sie SPD wurde mit 20,5 % gewählt damit die SPD Verantwortung übernimmt.

Jetzt hat sie Verantwortung übernommen und die Parteimitglieder haben dies noch nicht mitbekommen. Ich hoffe, dass jetzt die Vernunft siegt. Ja, sie hat gesiegt. Die Mitglieder haben zugestimmt. Die SPD hat viel rausgeholt. Zählt dies nicht? Die CDU hat viele Eingeständnisse gemacht und sich dabei intern auch aufgeben- Aufgeben, nur weil eine Frau Merkel weiterhin regieren will – obwohl sie nicht mehr jeder haben will.

Auch in der CDU ist sehr viel Unruhe, aber keiner hat den Mut Frau Merkel die ehrliche Meinung zusagen. Das Vertrauen in Frau Merkel ist weg. Sie strebte immer nach Macht. Hat Helmut Kohl fallen lassen. In der DDR hat sie sich politisch engagiert um ihr Abitur zu machen und um später ein Studium zu absolvieren. Viele Christen haben diesen politischen Weg aus Glaubensgründen nicht gewählt und ihnen blieb der Weg dadurch nach oben versperrt. Wenn CDU, CSU und die SPD regieren sollten, dann sollte Frau Merkel den Weg freimachen. Dann könnte diese Koalition was werden. Herr Schulz hat den Weg schon freigemacht.

Wünschenswert wäre, wenn in der CSU auch wieder Ruhe einkehren würde. Herr Hermann wäre der bessere Innenminister, denn Herr Seehofer hat viel Unruhe durch seine Art verbreitet. Inhalte wären besser gewesen.

Die GroKO kann beginnen. Mal sehen was sie nun umsetzen. Frau Merkel hat ihr Ziel erreicht.

Fazit: würde ich regieren dann hätten folgende Punkte Priorität:

Die Regierung ist in erster Linie für das deutsche Volk zuständig. Insbesondere die Themen:

  • Gerechtigkeit bei den Gehältern,
  • Sorge um die Vermeidung der Armut in Deutschland,
  • für die Familien,
  • für bezahlbaren Wohnraum und
  • eine gerechte Rente,
  • und den Erhalt unserer christlichen Kultur.

Auch Sicherheit in den Dörfern und Städten ist ein wichtiges Thema, mehr Polizeipräsenz, Straftaten müssten geahndet werden, ausländische Bürger müssen ausgewiesen werden, wenn sie straffällig geworden sind. Ebenso wäre auch mehr Schutz für Mädchen und Frauen wünschenswert.

Die Wende hat zwar stattgefunden, aber viele Ostbürger blieben auf der Strecke. Hier muss was geschehen, damit Pegida kein Raum mehr hat.

Asyl – Wir Deutschen sollten uns um Kriegsflüchtlinge kümmern und ihnen Heimat gewähren. Heimat bedeutet aber auch, dass unser Kulturkreis bestehen bleibt und die die kommen diesen auch anerkennen. Wer Kreuze abhängt leugnet seine Herkunft. Hier müssen neue Ansätze gefunden werden damit die Deutschen nicht benachteiligt werden und die Hilfesuchenden sich geborgen fühlen. Dass dies machbar ist, haben auch schon viele Kommunen gezeigt.

Europa: auch hier müssen wir uns stärker einbringen. Wer zahlt hat auch was zusagen. Die jetzige Europapolitik ist renovierungsbedürftig. Europa ist sich nicht mehr einig. Einige Mitglieder haben die Freiheit und das miteinander nicht angenommen aber das Geld. Wer Geld bekommt muss auch zuverlässig sein.

Dies war eine Einschätzung der politischen Lage von mir.

Roland Knüppel

Ego

Am 10.07.1949 geboren in Berlin (noch Deutschland)
Vier Jahr priesterliches Vorseminar
Elektromechaniker
Diözesanjugendreferent –Helferschulungen, Fortbildungen im Jugendhaus, Jugendabende in den Gemeinden, Jugendwallfahrten, Organisation der West/Ostpartnerschaft und Religionsunterricht.
1978 Hochzeit – dann vier Kinder
Acht Jahre St. Konrad Berlin Falkenberg und PRG-Vorsitzender
St. Hedwigsblatt
Bis zur Ausreise Familienseelsorge und Domküster
1986 Ausreise nach Mannheim
4 Jahre St. Franziskus Mannheim-Waldhof
1990 Leiter der Bahnhofsmission
Wohnhaft in Mannheim Friedrichsfeld
Aktiv in der Gemeinde –Lektor – Kommunionhelfer –Liturgieausschuss – Bauausschuss – PRG-Vorsitzender- Stiftungsrat
Dekanatsrat Mannheim
2006 Umzug nach Reilingen
2014 Rentner
2015 Umzug nach Ketsch

Vorträge

  • 40 Jahre DDR-Diktatur und die kath. Kirche:
    Hintergrundinformationen, Erfahrungen, Stasiakten, Begebenheiten
  • Drückerkolonnen:
    Hintergrundinformationen, Erfahrungen, Möglichkeiten der Beratung, Hilfe zum Ausstieg

Ich stehe zur Verfügung als

  1. Referent für Fortbildungen Pfarrgemeinderat/Seelsorgeeinheit
    • 30 Jahre Pfarrgemeinderat
    • 20 Jahre als Vorsitzender
    • Mitbegründer einer Seelsorgeeinheit
  2. Moderationen für Veranstaltungen
    • Moderation Wallfahrtsstunde
    • Jugendveranstaltungen
    • Bundeskonferenz
    • Großveranstaltungen
  3. Manager /Organisator für Veranstaltungen
    • Kirchentage
    • Dekanatstage
    • Tag der Diakonie
    • Woche für das Leben
    • Lektorenausbildung

Qualifikation:

    • Theologischer Fernkurs
    • Liturgiekurs
    • Pastoralkurs
    • Meditationsleiter
    • Rhetorikkurs
    • Gesprächsführung

Erfahrungen:

    • 8 Jahre Jugendreferent im Bistum
    • Familienseelsorge und Begleitseminare 25 Jahre Ehe was nun?
    • Katechet für Gottesdienste mit Kindern, Vorbereitung für Erstkommunion und Firmlinge
    • Pressesprecher
    • 22 Jahre Leiter der Bahnhofsmission
    • Projektgestaltung z.B. Kids on Tour
    • 44 Jahre kirchlicher Dienst
    • Falls Sie Fragen zu den Themen meiner Vorträge haben, können Sie sich gerne

an mich wenden

    .

 

Verabschiedung

Am 25.04.2012 wurde ich feierlich bei einem ökumenischen Wortgottesdienst in der Jesuitenkirche durch die beiden Altdekane Horst Schroff und Günter Eitenmüler verabschiedet. Ein ehemaliger Zivildienstleistender Adrian Lewczuk umrahmte musikalisch den Gottesdienst.

Anschließend waren alle Gäste zu einem Empfang und Festakt im Ignatiussaal der Gesamtkirchengemeinde eingeladen.

Eindrücke vom Festakt

Außerdem möchte Ich Ihnen auch folgende Berichte nicht vorenthalten:


BM-Online (Word 2003 – Dokument)
Ev Stadtdekanat
Kircheaktiv


… und zu dieser schönen Titelseite der ausführiche Bericht:
Bericht des Mannheimer Morgen am 26.04.201 (PDF-Dokument)

Gremienarbeit

Zurzeit gibt es 99 Bahnhofsmissionen in Deutschland, die in der Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission integriert sind. Diese Zusammenarbeit gibt es schon seit 1910 und ist die älteste ökumenische Einrichtung. In diesem Gremium bin ich Mitglied.

Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission in Deutschland [KKBM]

Zentrale Geschäftsstelle: Berlin Jannowitzbrücke
Vorsitz (im Wechsel): Frau Ute Volz, Herr Christian Baron
Geschäftsführung: Frau Dr. Gisela Sauter Ackermann, Herr Christian Bakemeier
E-Mail: bundesverband@bahnhofsmission.de

  • Konzeption und Koordination der BM-Arbeit
  • Außenvertretung bei der Deutschen Bahn AG und Bundesbehörden
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Fortbildung
  • Arbeitskonferenzen

12 Jahre war ich Mitglied in der KKBM.

Bundesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Bahnhofsmissionen in Deutschland (BAGKBM)

Vorsitz: Herr Christian Baron
stellv. Vorsitz: Frau Marion Paar
Geschäftsführung: Dr. Gisela Sauter Ackermann IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit – Deutscher Verband e.V. (Fachverband im Deutschen Caritasverband)

  • Vertretung der BM-Interessen im kirchlich/caritativen Bereich
  • Information und Motivation der Träger
  • Kontakte zu katholischen Bahnhofsmissionen

Als Vertreter der BAGKBM war ich 16 Jahre Vorstandsmitglied, Mitglied der KKBM, im Arbeitskreis DB AG und Öffentlichkeitsarbeit.

KIDS ON TOUR

Kids on Tour ist ein Angebot in kooperativer Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der Bahnhofsmissionen in Deutschland. Kids on Tour bedeutet: Kinder reisen in Begleitung ohne Eltern. Das heißt, dass die Bahn den vertraglichen und fahrkartentechnischen Bereich mit den Erziehungsberechtigten abklärt und dann die notwendigen Informationen an die Koordinierungsstelle Mannheim weiterleitet, damit die Bahnhofsmissionen über den Verlauf informiert sind und die Kinder betreut werden können. Kids on Tour findet zu festgelegten Zügen freitags und sonntags auf sieben Strecken statt.

Die Bahn und die Bahnhofsmission waren gemeinsam der Meinung, dass Kinder geschützt aber reisefähig sein sollten. So bereiteten sich beide Seiten auf das Projekt Kids on Tour vor, damit es im Jahre 2003 im Juni starten konnte. Die erste Pilotphase verlief von Stuttgart nach Köln und mit Umsteigen von Köln nach Hamburg. Für ein halbes Jahr wurde die Pilotphase angesetzt. Schnell war man sich klar, dass die Pilotphase verlängert werden sollte, um einen Jahreszyklus mitzuerleben. Ab Januar 2004 begannen die Vorbereitungen, Kids on Tour in ein Regelangebot umzusetzen. Zu den bestehenden Strecken (Stuttgart-Köln, Köln-Hamburg) sind ab Juni 2004 noch vier weitere dazu gekommen. Im Jahre 2007 konnten wir die Strecke Stuttgart-Hamburg dazunehmen, was sich als Renner zeigte. Jährlich stieg die Zahl der reisenden Kinder, sodass am 24. Februar 2008 das 10.000 Kind fahren konnte. Kids on Tour hat gezeigt, dass die Bahn und die Bahnhofsmissionen eine Lücke entdeckt und geschlossen haben. Die Nachfrage steigt ständig und Erweiterungen sind notwendig, damit noch mehr Kinder im geschützten Raum reisen können. Kids on Tour wird von Kindern genutzt, wo die Großeltern, Tanten und Onkels entfernt wohnen und dadurch ein schneller Besuch ermöglicht wird. Des Weiteren nützen Scheidungskinder das Angebot, um ihre Elternteile regelmäßig sehen zu können.  Da jede zweite Ehe in Deutschland getrennt ist, ist die Nachfrage dementsprechend groß. Durch Kids on Tour können die Kinder sicher, geborgen und spielerisch gemeinsam mit anderen reisenden Kindern und Betreuern von einem Ort zum anderen geleitet werden. Kids on Tour ist für die Bahnhofsmission ein diakonischer Auftrag sowie ein Dienstleistungsangebot, das prinzipiell an den Reisetagen Vorrang hat.

Stellwand

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Streckenplan 2014

Weitere hinweise unter:

www.bahn.de     www.bahnhofsmission.de

Presse

Fernsehen

  1. Kennzeichen D ZDF
  2. Hallo Deutschland ZDF
  3. Mensch Ohrner ZDF
  4. 37 ° ZDF
  5. Landesschau Baden-Württemberg SWR
  6. Pfr Fliege ARD
  7. Tagesthemen ARD
  8. Report ARD
  9. RNF Plus
  10. Frühstücksfernsehen SAT 1
  11. Tatort mit Götz George als Drücker (nur Beratung)
  12. Nachtjournal RTL
  13. RTL

Presse

  1. FAZ
  2. Die Zeit
  3. Die Welt
  4. Mannheimer Morgen
  5. Rhein-Pfalz
  6. Rhein-Neckar-Zeitung
  7. Berliner Zeitung
  8. Mannheimer Wochenblatt
  9. Konradsblatt
  10. DPA
  11. KANN
  12. EPD
  13. Kirche-Leben Münster
  14. Südwest-Presse Tübingen
  15. Badische Zeitung
  16. Böblinger Bote
  17. Schwäbische Zeitung
  18. Donaukurier Ingolstadt
  19. Hinz & Kunz
  20. Stuttgarter Zeitung
  21. Tageszeitung
  22. Saarbrücker-Zeitung
  23. Harburger Wochenblatt
  24. Gießener Anzeiger

Es gibt bestimmt noch viele Artikel die ich nicht mitbekam
IM Rundfunk habe ich auch viele Interviews geben.
Beim Deutschlandfunk wurde ich als Zeitzeuge der Ost-Westgeschichte eine Stunde interviewt.

Drückerkolonnen

Hintergrundinformationen – Erfahrungen – Hilfe zum Ausstieg

Der Name Drückerkolonne setzt sich wie folgt zusammen: „Drücker“ von Klingelknopf- oder Türklinkendrücken, „Kolonne“ von der Arbeit in der Gruppe. Drückerkolonnen existieren schon seit mehreren Jahrzehnten. In der Regel sind es Abonnementverkäufer, die von Tür zu Tür gehen und versuchen, Zeitungsabonnements zu vermitteln. Es werden aber auch andere Waren zum Kauf angeboten, wie zum Beispiel Grußkarten, die angeblich von Behindertenwerkstätten produziert werden sowie Haushaltsartikel und Telefonanbieter. Zur Zeit versuchen auch Verbände wie zum Beispiel die Rettungswacht, Mitglieder auf diese Weise zu werben.

Die Struktur in der Drückerszene sieht folgendermaßen aus: die großen Verlage beauftragen Verlagsservice-Firmen, neue Abonnenten anzuwerben. Es gibt in Deutschland mehrere große dieser Verlagsservice-Firmen, die sich das Bundesgebiet unter sich aufgeteilt haben: die Firma …….. sowie die Firma ……. sind vorwiegend im Süden Deutschlands tätig, die Firma ….. im Norden und die Firma …….. im Osten. Diese beschäftigen jeweils weitere Sub-Unternehmen, welche wiederum Ortsgruppenleiter (Orga) einsetzten, die sich dann Kolonnenführer suchen, die entweder bereits eine Drückerkolonne haben oder eine neue aufbauen.

Die potentiellen Drücker werden dann über eine viel versprechende Zeitungsannonce angeworben: gesucht wird meist ein Produktionshelfer oder Beifahrer, möglicher Verdienst ca.400,- € die Woche, Aufstiegsmöglichkeiten hervorragend, Kost und Logis frei.

Meldet sich ein Bewerber, wird er sofort übernommen. Die Fahrtkosten zur Unterkunft, die meist weit entfernt vom Heimatort liegt und meist eine kleines Hotel oder eine Pension auf dem Land ist, werden übernommen. Beim Eintreffen in der Unterkunft wird unter einem Vorwand der Ausweis eingezogen.

Die Arbeitszeit eines Drückers ist täglich ca. von 9 Uhr bis 20 Uhr. Freizeit wird nicht viel gewährt. Immer steht der Drücker unter Beobachtung und Druck. Der erste Tag als Drücker beginnt mit einer intensiven Schulung, wie Abonnements an der Tür verkauft werden können. Danach erfolgt „Anschauungsunterricht“, wobei ein Neuling einen erfahrenen Drücker begleitet. Wichtig für die Arbeit der Drücker ist vor allem die „Mitleidsmasche“: über eine Umfrage zu einem Thema wie Behinderung, Aids, Drogen oder Strafvollzug findet meist der Einstieg zum Zeitungsverkauf statt. Indem sich der Drücker als angeblich Betroffener zu erkennen gibt, wird versucht, Mitleid zu erzeugen.

Die tatsächliche Bezahlung eines Drückers erfolgt nicht bar, sondern ist in ein Punktesystem gegliedert: jedes verkaufte Abonnement bringt eine bestimmte Anzahl von Punkten, abhängig von der Zeitung oder Zeitschrift. Für den Lebensunterhalt (Unterkunft, Essen, Benzinkosten) ist eine bestimmte Anzahl von Punkten nötig (entspricht ungefähr fünf Abonnements/Tag), die wieder abgezogen wird. Kann der Drücker nicht die geforderte Anzahl verkaufter Abonnements vorweisen, erfolgt in den meisten Fällen eine Bestrafung: Essensentzug, Psychoterror, Schläge, Misshandlungen aller Art. Jeglicher Kontakt mit der Außenwelt (zum Beispiel ein Anruf nach Hause) ist unter keinen Umständen möglich. Der Kolonnenführer wird nicht nach dem Punktesystem bezahlt: er erhält monatlich einen vorher festgelegten Betrag (ca.2000,- €) bar.

Die meisten Aussteiger haben die Kolonne nach wenigen Tagen sofort wieder verlassen. Oft sind hier die Umstände der Flucht schon abenteuerlich, ist man aber erst länger dabei, ist ein Ausstieg fast unmöglich, zumindest aber gefährlich. Zudem sind Drücker, die schon länger dabei sind, oft in einer finanziellen Abhängigkeit von ihren „Vorgesetzten“. Zum Beispiel wird für Drücker kein Krankenkassenbeitrag gezahlt. Nach drei Monaten ist er somit nicht mehr versichert. Bei einer Krankheit bezahlt der Kolonnenführer die private Arztrechnung. Können zur Tilgung dieser Schulden nicht genügend Abonnements verkauft werden, beginnt hiermit der Schuldenberg. Werden Drücker durch die Polizei festgesetzt, da sie nicht den benötigten Reisegewerbeschein vorweisen können, werden sie gegen eine kleine Kaution wieder frei gelassen.

Der Bahnhofsmission Mannheim ist es seit 1993 gelungen, rund 1200 Drückern den Ausstieg zu ermöglichen. Einige davon wurden dann in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt mit Hilfe einer Resozialisierungsmaßnahme wieder in die Gesellschaft eingegliedert: sie befinden sich im Berufsleben und unterhalten eine eigene Wohnung. Den anderen konnte schon mit einer Fahrkarte zurück in die Heimat erfolgreich weitergeholfen werden, wobei die Kosten hierfür in den meisten Fällen von der Bahnhofsmission übernommen wurden.

Der Leiter der Bahnhofsmission hat bereits viele intensive Gespräche mit Drückeraussteigern geführt und mehrere handschriftliche Berichte gesammelt, die diesem Referat zu Grunde liegen. Durch aufwendige Medienarbeit wurde von seiner Seite schon mehrmals versucht, die Öffentlichkeit für diese Problematik zu sensibilisieren, zuletzt durch Beiträge in den folgenden Fernsehsendungen: Kennzeichen D; Hallo Deutschland; Landesschau Baden-Württemberg; Die Redaktion; Mensch Ohrner; Fliege; Telethek; Nachtjournal; 37 Grad; RNF plus, Frühstücksfernsehen Sat 1, Report und die Reporter. Dazu kommen unzählige Berichte zu diesem Thema von vielen Rundfunkanstalten. Die zahlreichen Reaktionen nach jeder dieser Sendungen gerade auch von betroffenen Verwandten, Bekannten oder Freunden bestärken immer wieder aufs Neue, die Aufklärung der Öffentlichkeit immer weiter voranzutreiben. Um hier aber Wirkung zu erzielen, benötigt die Bahnhofsmission Mannheim weit reichende Unterstützung. Gefragt sind dabei vor allem Trägerverbände, aber auch Politik und Wirtschaft. Es müssen Anlaufstellen geschaffen werden, am die sich Betroffene wenden können, die aber auch schon im Vorfeld Aufklärungsarbeit leisten. Aber auch die zu Grunde liegenden gesellschaftlichen Probleme wie die hohe Jugendarbeitslosigkeit müssen bekämpft werden, um den Zulauf auf zwielichtige Zeitungsannoncen zu verringern. Haustürgeschäfte sollten gesetzlich unterbunden werden, Finanzämter sollten Unterhalter von Drückerkolonnen genauer prüfen, Reisegewerbescheine müssen regelmäßig polizeilich geprüft werden. Am wichtigsten bleibt aber nach wie vor ein Punkt: Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit.

Bahnhofsmission

Am 1. Juli 1990 habe ich als katholischer Leiter die Bahnhofsmission übernommen und arbeitete im Wechsel mit der evangelischen Bahnhofsmission eine Woche im Tag- und eine Woche im Nachtdienst. Am 17. Juli 1992 wurde mir kommissarisch die evangelische sowie katholische Bahnhofsmission übertragen und am 1. April 1993 wurde die ökumenische Bahnhofsmission Mannheim ins Leben gerufen. Seit 10 Jahren arbeite ich mit einem Team von Ehrenamtlichen und Zivildienstleistenden rund um die Uhr zum Wohle der Menschen.

Am 25. April 2012 wurde Ich als Leiter der Bahnhofsmission nach 22 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bahnhofsmission.de – Nächste Station – Mannheim.